Es war Pfarrer Louis-Lucien Rochat und 26 Gleichgesinnte in Genf, die am 21. September 1877 das Blaue Kreuz gegründet haben. Was vor 150 Jahren als Engagement gegen die Folgen des Alkoholkonsums begann, ist heute eine vielseitige Fachorganisation für Suchtprävention und Suchthilfe. Das Ziel damals, heute, in Zukunft: Perspektiven für ein selbstbestimmtes und suchtfreies Leben schaffen.
Das Jubiläumsjahr beginnt mit dem «Tröpfel MARIN». Mit diesem neu kreierten alkoholfreien Getränk aus dem Thurgau können alle gemeinsam anstossen. Tröpfel ist ein prickelnd-perlender Schweizer Schaumwein auf Basis von Trauben und Hochstamm-Äpfeln. Er ist im Webshop und in Verkaufsstellen des Blauen Kreuzes erhältlich: Zum Beispiel in den Blaukreuz-Treffpunkten Azzurro Bern, Bistro Kostbar Thun, Perron Bleu Biel.
«150 Jahre Blaues Kreuz sind 150 Jahre Engagement für Menschen. Wir blicken mit Dankbarkeit auf diese Geschichte zurück und gleichzeitig nach vorne. Unser Jubiläum steht für Perspektiven fürs Leben: für Unterstützung, für Veränderung und für ein selbstbestimmtes Leben», sagt Marc Peterhans, Geschäftsführer des Blauen Kreuzes Schweiz. «Wir freuen uns sowohl mit unseren Mitarbeitenden, Freiwilligen und allen Interessierten das Jubiläumsjahr zu feiern. Dafür planen wir tolle Anlässe über das Jahr hinweg.»
Die zwei grossen Höhepunkte des Jahres finden auf dem Bundesplatz in Bern und in der Gründungsstadt Genf statt. Es gibt auch eine Alkoholtagung für Medien und Fachpersonen und regionale Aktionen in unseren Brockis und Gastro-Treffpunkten.
Am 20. und 21. Mai 2027 lädt das Blaue Kreuz die Schweizer Bevölkerung auf den Bundesplatz in Bern ein. Ein öffentlicher Jubiläumsevent mit einem Live-Konzert mit Marc Sway, Familienangeboten und verschiedenen Aktivitäten bringt die Arbeit des Blauen Kreuzes mitten in die Gesellschaft.
Am 18. September 2027 kehrt das Jubiläum an den Gründungsort zurück – nach Genf.
Was gab den Ausschlag zur Gründung des Blauen Kreuzes? Vor 150 Jahren sah die Welt anders aus als heute. Armut, Perspektivlosikeit, riesige soziale Unterschiede, erzwungene oder halbfreiwillige Auswanderungen und trinkende Familienväter, die eine vielköpfige Familie ins Elend stürzten. Ein Verstärker von vielen Problemen war der Alkoholmissbrauch. Welche Art von Solidarität und Hilfsangeboten könnte helfen? Auf einer Reise nach England hatte sich Louis-Lucien Rochat von der Abstinenzbewegung inspirieren lassen. Menschen in dieser Bewegung verpflichteten sich mit ihrer Unterschrift zu einem alkoholfreien Leben – aus Solidarität mit Menschen in einer Alkoholabhängigkeit.
Die Bewegung wuchs, es wurden regionale Ableger gegründet, ein positiver Einfluss auf die Bevölkerung wurde sichtbar.
Heute engagieren sich Blaukreuzorganisationen in 40 Ländern weltweit. Das Blaue Kreuz ist eine führende Fachorganisationen für Alkohol- und andere Suchtthemen. Mit langjähriger Erfahrung engagiert es sich für eine umfassende Unterstützung in den Bereichen:
• Prävention und Gesundheitsförderung
• Beratung und Nachsorge
• Integration durch Wohnangebote, Treffpunkte und Brockis
• Gesellschaft und Politik
