Das Baby im Bauch trinkt immer mit

Vorgeburtlicher Alkoholkonsum kann für das Baby lebenslange Schäden bedeuten. FASD-Betroffene (Fetales Alkoholsyndrom) werden noch viel zu oft allein gelassen. 

Ab Mai 2026 finden Sie in Biel eine schweizweit erste Anlaufstelle für FASD-Betroffene. Wir hören zu, klären auf, beraten, vernetzen, vermitteln.

Wer bei sich selber oder in seinem Umfeld ein Fetales Alkoholsyndrom (FASD) vermutet, wird mit diesem Thema auch bei Fachleuten noch viel zu oft alleine gelassen. In der Schweiz ist das Fetale Alkoholsyndrom noch nicht in der Breite angekommen. 

Wir wollen das ändern. 

Und lancieren deshalb im Mai 2026 die schweizweit erste Anlaufstelle für FASD-Betroffene. Es geht um Beratung und Begleitung von Betroffenen, aber auch um eine breite Sensibilisierung, und die weitere Förderung eines Netzwerks und um Wahrnehmung und Wissenstransfer in die Politik und Medien.

Das Angebot richtet sich an:

  • Erwachsene mit Verdachtsdiagnose
  • Fachpersonen diverser Berufe im Gesundheitswesen und Pädagogik / Therapie
  • Pflegefamilien mit Verdachtsdiagnose beim Pflegekind
  • Schwangere (wahrscheinlich eher nur vereinzelt)
  • Interessierte Bevölkerung
  • Familien
  • Öffentlichkeit (Politik, Medien, Fachwelt)

Fakten und Zahlen aus der Schweiz

  • FASD (Fetal Alcohol Disorder Syndrom) ist die Krankheit, die eine Person von Geburt an bis oft ans Lebensende tragen muss, wenn die Mutter in der Schwangerschaft Alkohol konsumiert hat

  • Jährlich sind 1‘700 bis 4‘000 Babys neu von FASD betroffen

  • Aktuell sind es geschätzt 180‘000 Personen, die grösstenteils ohne entsprechende Diagnose durchs Leben gehen. Hochgerechnet sitzt in jeder Schulklasse ein Kind mit einer (unerkannten) FASD

  • Die Folgen belasten die ganze Gesellschaft: FASD-Betroffene sind laut Studien in den Bereichen Fremdplatzierung, Schulabbruch, Substanzkonsum, Delinquenz, Vollzug, Unfallstatistik und Suizid überproportional vertreten.

Handlungsmöglichkeiten für Betroffene sind:

  • Möglichst frühe Diagnose
  • Stabile Familienstrukturen
  • Symptombezogene und multiprofessionelle Behandlungen
  • Individuelle Unterstützungsangebote

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