Das Blaue Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg ist stabil unterwegs und hat breiten Support. So wurden auch an dieser Mitgliederversammlung die statutarischen Geschäfte alle gut geheissen.
Ein wichtiges neues Projekt wurde von Bereichsleiter Mike Sigrist vorgestellt: Die Anlaufstelle FASD. «Bei jährlich 1700-4000 Menschen in der Schweiz hat man einen Verdacht oder weiss, dass deren Mütter Alkohol konsumiert haben, als diese noch im Bauch waren. Dieses Fötale Alkoholsyndrom ist mittlerweile gut erforscht. Die Folgen sind teils schwerwiegend. FASD ist nicht heilbar und bleibt ein Leben lang bestehen. Für Betroffene gibt es in der Schweiz, in Form einer regionalen Anlaufstelle... : Nichts!»
Bis jetzt.
Denn im Mai 2026 wird die Beratungsstelle des Blauen Kreuzes in Biel mit einem weiteren Angebot ergänzt.
An der Bahnhofstrasse 7 in Biel finden Hilfesuchende die erste regionale Anlaufstelle FASD. Deutschsprachig et en français.
Die anwesenden Mitglieder erfuhren auch Neues über die Liegenschaften des Vereins. In Arbeit ist ein Gesamtkonzept, das vom Vorstand aktuell neu durchdacht wird, damit die Gebäude ihren Zweck noch gezielter erfüllen können. Das grösste Projekt in diesem Bereich ist eine geplante Überbauung in einem zentral gelegenen Perimeter in Thun, das durch ein Legat angestossen wurde und wo das Blaue Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg einer der Träger ist. Das Projekt entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Thun und weiteren Anspruchsgruppen. Der Arbeitstitel Social Hub deutet darauf hin, dass es nicht um maximierte Immobiliengewinne, sondern um ganzheitliche Angebote geht, nahe bei den Menschen: Beratung, auch medizinische Dienstleistungen, Wohnen, Unterstützung für den urbenen Alltag und das ganze Quartier. «Es soll ein Leuchtturmprojekt werden. Baubeginn ist voraussichtlich 2030», so informierte Matthias Zeller, Geschäftsführer des Blauen Kreuzes Bern-Solothurn-Freiburg.
Die Angebotspalette unserer Organisation ist breit. Die Angebote waren geografisch schon immer dort, wo sie die Menschen in ihren Herausforderungen am besten unterstützen. Ein Beispiel, das im letzten Geschäftsjahr neu eröffnet werden konnte, ist das Bistro kostbar. «Es lief sehr gut an und ist ein Treffpunkt geworden für Junge und Alte, für einsame Menschen und jugendliche Cliquen, für spontane Brockifans und Freunde von kleinen und feinen Kulturanlässen», so blickt Christine Grogg erfreut zurück.
Ruedi Löffel, bis Ende 2025 Bereichsleiter Prävention und Gesundheitsförderung, stellte das 150-Jahre-Jubiläum vor, das im 2027 schweizweit gefeiert wird. Das Blaue Kreuz wurde in Genf und Bern gegründet. Das Blaue Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg wird im Jubiläumsjahr die nationalen Feiern unterstützen und gleichzeitig Berner Akzente setzen.
«Es unerchannts DANKE euch allne!», das war eine Aussage eines Mitglieds am Schluss des offiziellen Teils der Versammlung. Er sei immer wieder beeindruckt zu sehen, dass man kein Ballenberg-Blaukreuz sei. «Ihr seid kein Ballenberg-Blaukreuz, nein: Ihr seid nah dran, habt super Angebote. Bleibt dran! Es lohnt sich für jedes Menschenleben, das nicht kaputt geht.»