Ein kühles Bier oder ein Glas Wein im Schatten wirkt an heissen Tagen für viele Menschen verlockend. Doch wer bei Hitze Alkohol trinkt, muss häufiger zur Toilette. So geht dem Körper Flüssigkeit verloren. Genau dann, wenn er wegen des Schwitzens besonders viel Wasser benötigt. Die Folge können Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme oder eine stärkere Erschöpfung sein.
Alkohol und Hitze fordern den Körper
Alkohol passt schlecht zu hohen Temperaturen. Wer bei Hitze Alkohol trinkt, erhöht die Belastung für den Körper. Alkohol beeinflusst das Herz-Kreislauf-System, kann die Wahrnehmung von Warnsignalen verändern und dazu führen, dass Menschen Hitzegefahren unterschätzen. Der Alkohol kann den Körper dehydrieren und einen Mangel an (lebens-) wichtigen Stoffen provozieren. Dies wird bei Hitze und Sport gefährlich.
«Viele Menschen denken nicht daran, wie stark Hitze den Körper bereits fordert. Alkohol verstärkt diese Belastung zusätzlich. Das beste Getränk an heissen Tagen ist Wasser», so Marc Peterhans, Geschäftsführer beim Blauen Kreuz Schweiz.
Frankreich reagiert mit Alkoholverbot
Auch Behörden in anderen Ländern sehen den Zusammenhang zwischen Hitze, Gesundheitsrisiken und Alkoholkonsum. Während der aktuellen Hitzewelle hat die französische Regierung die Präfekten aufgefordert, in besonders betroffenen Gebieten Massnahmen zu ergreifen, darunter ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Es geht auch um die Sorge, dass hitzebedingte Notfälle durch Alkoholkonsum zusätzlich zunehmen werden. Die Notfallstationen sollen aber für die Gruppen zugänglich sein, die besonders unter der Hitzewelle leiden, vor allem ältere Menschen und Kleinkinder.
Unsere Empfehlung: alkoholfrei durch die Hitze
Wir haben im Februar 2025 unsere Empfehlungen zum Alkoholkonsum aktualisiert. Sie basieren auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand und halten fest, in Situationen mit besonderer Gefährdung, beispielsweise bei lange anhaltender Hitze, keinen Alkohol zu trinken – dafür regelmässig Wasser.