Testkäufe am Ski Weltcup in Adelboden und Wengen: Das beste Ergebnis seit langem!

Zur Verbesserung des Jugendschutzes, führten wir als Blaues Kreuz an den diesjährigen Ski Weltcuprennen in Adelboden und Wengen erneut Alkoholtestkäufe durch. Die Resultate fielen an beiden Orten sehr erfreulich aus. In Adelboden gab es neuen Rekord – das Verkaufspersonal achtete sehr gut auf die Altersgrenzen. Ebenso in Wengen, wo das beste Testresultat seit 2019 verzeichnet wurde.

Die Gemeinde Adelboden und das OK Wengen beauftragten uns auch für 2026 wieder Testkäufe durchzuführen. An 31 Verkaufspunkten wurde die Einhaltung der gesetzlichen Jugendschutzvorschriften getestet.

Verkaufsrückgang in Adelboden
Als Vorbereitung zum Weltcuprennen, führten wir im Oktober 2025 in Adelboden eine Jugendschutzschulung für alle Gesuchsteller für den Ausschank von Alkohol durch. Der Schulungs- und Informationsanlass wurde von der Gemeinde Adelboden, der Ski-Weltcup Adelboden AG und dem Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental organisiert und durchgeführt.

In Adelboden wurden mit lediglich drei Verkäufen bei 21 Tests ein neues Rekordtief erreicht. Mit 14.3 % beträgt das Ergebnis die Tiefste Verkaufszahl seit dem Beginn der Testkäufe im Jahr 2011.

Der freiwillige Entscheid des Ski Weltcup Adelboden AG, den Alkoholausschank auf Personen ab 18 Jahren zu beschränken, darf hier ausdrücklich erwähnt werden. Diese Massnahme hat nachweislich zu den positiven Ergebnissen beigetragen und unterstreicht das Verantwortungsbewusstsein des Veranstalters.

«Wir sind enorm happy, dass unsere freiwilligen Massnahmen, wie der Entscheid seit einigen Jahren einen Jugendschutzverantwortlichen als Ansprechperson für die Standbetreibenden zu haben und den Alkoholausschank auf Personen ab 18 Jahren zu beschränken, bei den diesjährigen Testkäufen ein so positives Resultat zur Folge hatten. Es zeigt, dass sich diese Massnahmen gelohnt haben.», so der stellvertretende Geschäftsführer der Ski-Weltcup Adelboden AG, Gerhard Germann.

Die Testkaufresultate zeigen, dass sich ein verstärkter Einsatz für den Jugendschutz enorm lohnt und sich Massnahmen wie Alkohol generell erst an Erwachsene ab 18 Jahren zu verkaufen positiv auszahlen.

Erfreuliche Resultate auch in Wengen
Ebenfalls ein überaus positives Bild zeigen die Resultate der Testkäufe am Lauberhornrennen in Wengen. Wir haben an insgesamt 11 Verkaufsstellen Alkoholtestkäufe durchgeführt. Dabei wurde an keiner der Verkaufsstellen widerrechtlich Alkohol an die Minderjährigen Testkäuferinnen verkauft. Im Jahr 2019 betrug die Verkaufsquote von Alkohol an Minderjährige am Lauberhornrennen bereits einmal null Prozent. Danach hat die Quote wieder zugenommen. Obwohl ein Null-Prozent-Resultat immer wünschenswert ist, zeigt diese Erfahrung also, dass sich eine Null-Verkaufsquote höchstwahrscheinlich nicht so schnell wieder erreichen lässt. Das aus Sicht des Jugendschutzes gute Resultat von 2026 ist nicht zuletzt deshalb besonders erfreulich.

Zum Thema Jugendschutz hat das OK Lauberhornrennen im Vorfeld und auch in den letzten Jahren bereits diverse Maßnahmen umgesetzt und teilweise weiter verschärft. Es wurde für die Rennen 2026 erneut eine gezielte Sensibilisierung aller Standbetreiber vor dem Anlass durchgeführt. Es geht bei einer solchen Vorbereitung einerseits um die gesetzlichen Vorgaben, aber auch um den Sinn der Massnahmen – um die Verantwortung gegenüber Jugendlichen. Zudem mussten die Standbetreiber verbindlich die Jugendschutz-App Jalk ID-Scan (ID Scan App | age-check.ch) bei der Alterskontrolle verwenden. Und bei einer widerrechtlichen Abgabe von Alkohol ist zusätzlich eine Abgabe an eine anerkannte Jugendschutzorganisation zu leisten.

«Wir gehen davon aus, dass die Kombination aus Sensibilisierung, klaren Vorgaben, technischen Hilfsmitteln und spürbaren Konsequenzen wesentlich zum positiven Ergebnis beigetragen hat.», meint Daniel Kaufmann, Zuständiger für Hospitality / Events beim OK der Lauberhornrennen.


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Leiterin Jugendschutz
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