IQOS erzeugt problematische Stoffe

Im Auftrag des Blauen Kreuzes Bern - Solothurn - Freiburg hat ein akkreditiertes Schweizer Labor die PLA-Filterelemente der «HEETS»-Tabaksticks von Philip Morris untersucht. Das Filterelement setzt bereits ab 100 Grad Celsius Isocyanat frei.

In einem akkreditierten Schweizer Labor wurden drei PLA-Filterelemente des «HEETS Amber»-Tabaksticks via Gaschromatograph-Massenspektrometer mit Thermodesorptionauf 100 °C, 160 °C und 200 °C erhitzt. Pro unabhängige Messung wurde ein Teil des Filters (je 10mg) eingesetzt. Die Erhitzungsdauer betrug jeweils vier Minuten. Bei einer weiteren Untersuchung wurden zwei komplette PLA-Filterelemente der «HEETS Amber»-Tabaksticks für zehn Minuten auf 100 °C erhitzt. Mögliche flüchtige Verbindungen konnten identifiziert werden. Gekauft wurde die «HEETS Amber»-Packung im Oktober 2018 im Kanton Bern.

Die Laborergebnisse
Bei den getesteten PLA-Filterelementen konnten einige chemische Signale detektiert werden. Darunter auch zwei auffällige: 2,6-Diisopropylphenylisocyanat sowie 2,6-Diisopropylanilin. Nicht Gegenstand der Untersuchung waren die Ermittlung der Emissionswerte sowie mögliche gesundheitliche Auswirkungen.

IQOS-Gerät und PLA-Filterelement
Das IQOS-Gerät erhitzt laut Herstellerangaben den Tabak auf 250-300 Grad Celsius (Philip Morris, 2018). Im August 2017 wies das Blaue Kreuz darauf hin, dass das PLA-Filterelement in den «HEETS» beim Gebrauch partiell schmilzt. Eine US-Studie kam im März 2018 u.a. ebenfalls zum Schluss, dass der Polymerfilm des «HEETS»-Filters schmilzt (Davis, 2018).

Quellen:
Philip Morris (2018): Erste Bilanz eineinhalb Jahre nach Markteinführung: IQOS ist eine Erfolgsgeschichte. Philip Morris GmbH. Deutschland.
https://www.presseportal.de/pm/37922/4115223

Barbara Davis, Monique Williams, Prue Talbot (2018). iQOS: evidence of pyrolysis and release of a toxicant from plastic. Tobacco Control. Kalifornien.
https://tobaccocontrol.bmj.com/content/28/1/34

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